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Neubau eines Gesundheitszentrums

 

Die Gemeinde Erfde hat beschlossen ein Gesundheitszentrum zu bauen, um die ärztliche Versorgung in Erfde für die Zukunft zu sichern. Durch die Aufnahme in ein Städtebauförderungsprogramm ist es der Gemeinde möglich, für das Vorhaben Fördermittel zu erhalten.

 

Gemäß der Städtebauförderungsrichtlinie des Landes Schleswig-Holstein (StBauFR SH 2015) wurde bereits ein Architektenwettbewerb durchgeführt. Anhand dieses Wettbewerbs hat die Gemeinde Erfde das Architekturbüro Steinwender Hermosilla Architekten GmbH aus Heide sowie Trüper Gondesen und Partner mbB (TGP) Landschaftsarchitekten aus Lübeck ausgewählt und mit der weiteren Planung des Vorhabens beauftragt.

 

Die Dokumentation zum Wettbewerbsverfahren (Mai 2020 – Dezember 2020) finden Sie hier.

 

Die Gemeinde möchte Ihnen die Möglichkeit zur Beteiligung an der Planung des neuen Gesundheitszentrums geben. Zum Schutz aller beteiligten Personen, wird aufgrund der wieder steigenden Coronafallzahlen leider keine öffentliche Beteiligungsveranstaltung stattfinden. Daher finden Sie hier, auf der Internetseite der Gemeinde, einen Einblick in den bisherigen Planungsstand der Maßnahme.

 

Sie sind eingeladen, sich über den Stand der Baumaßnahme zu informieren, Fragen zu stellen und Ihre Anmerkungen in die Planungen einfließen zu lassen.

 

Bei Fragen und Anmerkungen wenden Sie sich gerne bis zum 26.11.2021 an das Amt Kropp-Stapelholm, Frau Bruhn, unter der Telefonnummer 04624 72-39 oder unter .

 

 

 

Erläuterung der geplanten Maßnahme:

 

Der Beschluss ein Gesundheitszentrum in Erfde zu bauen wurden gefasst, um die medizinische Versorgungssituation in der Gemeinde Erfde und der Region Stapelholm zu verbessern und auch in der Zukunft sicherstellen zu können.

 

Zusätzlich zum medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) (allgemeinmedizinische Praxis) werden weitere Betreiber/innen aus dem Gesundheits- und Pflegebereich ihren Platz im künftigen Gebäude finden, das Profil des Gesundheitszentrums ergänzen und das medizinische Angebot komplettieren. Geplant wird mit einer Apotheke, einem Sanitätshaus, einer Physiotherapiepraxis, einem ambulanten Pflegedienst und einer Tagespflegeeinrichtung.

 

Aufgrund der langen Planungs- und Bauphase für das Gesamtverfahren hat die Gemeinde zur Überbrückung ein vorübergehendes MVZ im ehemaligen Schleckermarkt in Erfde einbauen lassen. Dies erfolgte u. a. vor dem Hintergrund, die Kassenarztsitze vor Ort zu sichern und die medizinische Versorgung bis zur Fertigstellung des Neubaus zu gewährleisten. 

 

Das vorübergehende MVZ wurde als Provisorium gebaut. Daher erfüllt es auf Dauer nicht die Anforderungen an eine moderne und zukunftsorientierte Praxis mit der eine langfristige Sicherung der Versorgung erreicht werden kann. Vor allem im Hinblick auf den Fachkräftemangel ist es wichtig, den Mitarbeiter/innen ein modernes und familienfreundliches Arbeitsumfeld zu schaffen. Zudem findet sich im Provisorium kein Platz für die o. g. anderen Anbieter aus dem Gesundheits- und Pflegebereich. Der Neubau ist daher unabdingbar.

 

Den bisherigen Planungsstand zum Neubau eines Gesundheitszentrums können Sie hier einsehen:

 

Kurze Projektvorstellung

Lageplan

Grundriss Erdgeschoss

Grundriss Obergeschoss

Schnitte

Ansichten

Außenperspektive

Innenperspektive

 

 

Städtebauliche Ausgangslage

Der Neubau greift das Thema der umgebenden ländlichen Gebäude mit Satteldachformen auf und entwickelt eine in Nord-Südrichtung ausgerichtete Formation von Giebelhäusern, die sich in den städtebaulichen Kontext einordnen und eine für die Nutzung gerechte Formensprache entwickeln.

Die straßenseitige Erschließung des Gesundheitszentrums erfolgt über einen großen Platz mit beidseitigen Stellplätzen, ausgerichtet auf den Straßenverlauf und auf die Gebäudekubaturen.

 

Die insgesamt fünf Baukörper sind so zueinander verschoben, dass sich zum einen günstige Lichtverhältnisse ergeben und zum anderen im Süden attraktive Gartenhöfe entstehen die, abgeschirmt von der Bundesstraße, eine sinnfällige Ergänzung der innenräumlichen Nutzungen ergeben.

Der Hauptzugang befindet sich gut erkennbar in dem mittleren Gebäuderiegel und wird durch einen großzügigen Vorplatz hervorgehoben.

 

 

Gebäudeorganisation

Die Formation der gestaffelten Giebelhäuser richtet sich mit seiner Firstlinie von Norden nach Süden. Die Gebäude werden so angeordnet, dass die publikumsabhängigen Nutzungen, wie die Physiotherapie, Apotheke und das Sanitätsahaus in Richtung Norden herausragen. Der zentrale Eingangsgiebel wird so hervorgehoben, dass er sowohl von der Bundesstraße als auch von der Haupterschließungsstraße (Rektor-Jeß-weg) im Westen gut wahrnehmbar ist.

 

Hier befindet sich das zentrale Foyer, über das alle Nutzungen im Erd- und Obergeschoss gut erkennbar angebunden sind. Ähnlich einem Dorfplatz bildet es das Herzstück des neuen Gesundheitszentrums. Über einen Luftraum werden die medizinischen Nutzungen im Obergeschoss gut sichtbar und sind über einen Aufzug mit daneben angeordneter Treppe bequem und barrierefrei erreichbar.

 

ln den drei Gebäuderiegeln die nach Süden weisen, befinden sich - akustisch abgeschirmt von der Hauptstraße im Erdgeschoss - die Physiotherapie sowie die Tagespflegeinrichtung. Die Nutzungen profitieren von den Innenhöfen, die zu allen Jahreszeiten eine sinnvolle Ergänzung der Innenraumstrukturen darstellen, zum Verweilen einladen und für therapeutische Zwecke nutzbar sind - was vor allem in Zeiten von Pandemien einen hohen Stellenwert bekommen hat.

 

Die Tagespflegeeinrichtung und das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) erhalten eine gemeinsame zusätzlich barrierefreie Erschließung, so dass sich für Personal und Senioren kurze Wege in die jeweilige Einrichtung ergeben. Die Vertikalerschließung dient gleichzeitig als zusätzlicher Rettungsweg und sorgt für eine kurze Verbindung zur Tagespflege. Im Obergeschoss befinden sich der ambulante Pflegedienst und das MVZ.

 

 

Freianlagen

Die Freianlagen folgen dem Gestaltungsansatz der Architektur, betonen die Eingangsbereiche von den Einzelgiebeln und bilden im inneren rückwärtigen Bereich zwei Gartenhöfe.

 

Als den Innenraum und den Freiraum verbindender Pflasterteppich legt sich ein großzügiger Vorplatz aus rotbunten Klinkern in das Vorfeld des Gesundheitszentrums. Der wertige und regional typische Klinkerbelag hebt sich im Vorfeld von der Zufahrt aus einem Pfeffer-Salz Asphalt und dem Rasenpflaster der Stellplatzflächen ab. Von einer Rundbank unter einem Baum lässt sich das Kommen und Gehen des neuen Gesundheitszentrums beobachten.

 

Der Eingang der Tagespflege wird wie das Entree von einem Zuweg aus rotbunten Klinkern erschlossen. Leicht modellierte Staudenkissen mit mehrstämmigen Blütengehölzen in einer Kiesfläche formulieren einen vorgelagerten Garten mit Sitzbänken für die Besucher der Tagespflege. ln den Gartenhöfen, die sich über unterschiedliche Blütengehölze charakterisieren, bieten Gartenbänke und Picknicktische unterschiedlichste Aufenthaltsmöglichkeiten. Den Abschluss des rückwärtigen baumbestandenen Gartenraums bildet eine einfriedende Buchenhecke.

 

Im Vorfeld des Gesundheitszentrums sind ca. 30 Stellplätze, teilweise mit Elektro-Säulen angeordnet, davon sind vier barrierefrei. Entlang der seitlichen Erschließungsstraße finden sich weitere Stellplätze, die vornehmlich für die Mitarbeiter vorgehalten werden können. Hier wie am Haupteingang sind Fahrradstellplätze angeordnet. Der Müllstandort ist abseits des Besucherbereichs am Ende der Zufahrt positioniert und von einer Hecke eingefasst.

 

 

Fassade und Konstruktion

Analog zu der ländlich geprägten, teilweise historischen Bebauung wird das Gebäudeensemble in massiver Bauweise mit hellrotbunter Ziegelfassade mit gleichfarbiger Dachziegelstruktur vorgeschlagen.

 

Die innere Struktur wird dabei konstruktiv so angelegt, dass Anpassungen auf wechselnde Bedürfnisse durch Veränderungen mit leichten Trennwänden vorgenommen werden können, ohne, dass tragende Elemente dabei verändert werden müssen. Die beiden langen Gebäuderiegel in der Mitte und im Osten können nach Süden ergänzt und zusammengeführt werden. Auf diese Weise entsteht eine Erweiterungsfläche von bis zu 800 qm Brutto-Grundfläche auf zwei Ebenen.

 

Transparente Flächen gliedern die Ziegelfassaden und sorgen im Inneren für ausreichend Tageslicht. Perforierte Ziegelflächen mit dahinter angeordneten Glasflächen ermöglichen eine Durchlüftung der einzelnen Riegel, so dass die Gebäude auch über Nacht inbruchsicher belüftet werden können.

 

Die „gefaltete DachIandschaft' mit einer maßvollen Verteilung von Oberlichten sorgt für einen großzügigen von Licht durchfluteten Raumeindruck und verleiht dem Gesundheitszentrum in den Obergeschossflächen einen besonderen Charakter.

 

 

Gebäudetechnik, Nachhaltigkeit

Grundlage des Energiekonzeptes bildet eine hoch wärmegedämmt Gebäudehülle, wodurch grundsätzlich Transmissionswärmeverluste vermieden werden. Indem die verglasten Fassadenanteile auf ein ausgewogenes Maß beschränkt werden, werden unerwünschte

Wärmelasten sowie winterliche Wärmeverluste verringert. Außenliegender Sonnenschutz in Form von Raffstoreanlagen wird an den Süd- und Westfassaden vorgesehen. Aufgrund der Gebäudegeometrie werden alle Bereiche durchgehend ausreichend mit Tageslicht versorgt und können gleichzeitig hinlänglich über Fenster belüftet werden.

 

Für die Energieversorgung wird ein Biomassekraftwerk als Nahwärmeversorgung zugrunde gelegt und durch eine PV-Anlage auf den nach Südwesten gerichteten Dachflächen ergänzt. Ein Batteriespeicher ermöglicht es, den Strom durchgehend nutzbar zu machen. Die Speichermassen der massiven Außenwände sorgen ganzjährig für ein angenehmes Raumklima. Für den sommerlichen Wärmeschutz können zur Nachtabkühlung die Dachflächenfenster und die Fenster hinter den „perforierten“ Zigelefassaden geöffnet werden. Die künstliche Beleuchtung erfolgt über LED- Lichtquellen in Kombination mit Präsenzmeldern.

Gesundheitszentrum
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